Diese Kaminöfen müssen bis Ende 2017 ausgetauscht werden

 

Hausbesitzer müssen einen Stichtag im Auge behalten: Bis zum 31. Dezember 2017 muss so mancher alter Kamin- und Kachelofen ausgetauscht oder nachgerüstet werden. Grund ist zu hoher Ausstoß an Schadstoffen.

Warum müssen die Heizöfen ausgetauscht werden?

Alte Kamin- und Kachelöfen stoßen viele Schadstoffe aus. Daher sieht eine gesetzliche Regelung vor, dass schon seit einigen Jahren nach und nach alte Modelle aus dem Verkehr gezogen werden. Ende 2017 steht ein neuer Stichtag an, den sich mancher Hausbesitzer vormerken muss.

Welche Heizöfen sind betroffen?

Betroffen sind alle Öfen mit Baujahr bis einschließlich 1984, die die geforderten Grenzwerte für Emissionen überschreiten. Sie müssen mit einem Spezialfilter nachgerüstet oder stillgelegt werden. Darauf weist der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks in Bad Honnef bei Bonn hin. 

Welche Öfen waren bisher betroffen?

Bislang betroffen waren Öfen, die vor 1975 zugelassen wurden. Sie dürfen nicht mehr als 0,15 Gramm Staub pro Kubikmeter und 4 Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter ausstoßen. Historische Modelle, offene Kamine und Kochherde sind von dieser Pflicht aber grundsätzlich ausgenommen.

Der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik bietet eine Datenbank aller Öfen an. Dort können Verbraucher einsehen, ob ihr Ofen betroffen ist - oder nicht. Die Liste finden Sie hier.

Das müssen Heizöfen-Besitzer wissen

Auch in Zukunft werden noch weitere Altersgruppen der Kamin- und Kachelöfen von der Regelung betroffen sein: 2020 läuft die Schonfrist für Modelle der Baujahre 1985 bis 1994 ab. 2024 müssen dann Öfen, die im Zeitraum von 1995 bis 31. März 2010 gefertigt wurden und nicht die Grenzwerte einhalten, ausgetauscht oder nachgerüstet sein