Einbruchschutz

In Deutschland steigen die Einbruchsquoten immer weiter an. Besonders in der dunklen Jahreszeit ist die Sicherung des eigenen Zuhauses gegen unerwünschten Zutritt wichtig. Das mag zwar schnell ins Geld gehen, rechnet sich aber langfristig. Wenn das Einsteigen zu lange dauert und die Sicherheitsvorkehrungen funktionieren, lassen sich etwa 41% der Einbrüche verhindern. Da scheint eine Investition in Maßnahmen zum Einbruchschutz doch sinnvoll. Über die Fördermöglichkeiten zum Thema haben wir im Blog bereits in der Vergangenheit berichtet. Jetzt gibt es Neuigkeiten.  Haus- und Wohnungsbesitzer können sich ab 2017 wieder über finanzielle Förderung freuen.

 

Die KfW Bankengruppe bietet bereits seit einigen Jahren Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen an. Förderfähige Maßnahmen sind beispielsweise:

  • Einbruchhemmende Haus- und Wohnungstür sowie entsprechende Nachrüstsysteme
  • Sicherheitssysteme für Fenster und Fenstertüren
  • einbruchhemmende Gitter und Rollläden
  • Einbau von Alarmanlagen und Beleuchtung
  • Türspione und Videoüberwachung

 

Anträge stellen kann nahezu jeder: natürliche Personen, Wohnungseigentümer, Bauträger, Körperschaften sowie Anstalten des öffentlichen Rechts. Der Zuschuss geht allerdings mit einer Mindestinvestition von 500 € einher. Maximal können 1.500 € ausgezahlt werden. Im vergangenen Jahr mussten Antragsteller noch insgesamt 2.000 € selbst aufbringen. Jetzt werden kleinere Maßnahmen ebenso gefördert. Das wird die Anzahl der Anträge wohl erneut in die Höhe schnellen lassen.

Was ist sonst noch drin im Topf?

Wer gleichzeitig die Gelegenheit nutzt und das Haus barrierefreier gestalten will, kann einen Kombinationsantrag stellen und sich noch mehr Geld sichern. So sind bis zu 6.250 € im Topf. Neben den Zuschüssen haben Sicherheitsbewusste auch die Möglichkeit, einen zinsgünstigen Kredit zu erlangen. Pro Projekt sind bis zu 50.000 € möglich. Das sollte eine ganze Reihe von Sicherheitsmaßnahmen finanzieren können.

Rückblick auf 2016

Für 2016 waren die Zuschüsse schnell ausgeschöpft. Bereits im September war der gesamte Topf von 10 Mi. € vergeben. Daher lohnt sich schnelles Zugreifen: Wer zuerst seinen Antrag stellt, hat auch zuerst Chance auf dessen Bewilligung. Wer im nächsten Jahr Maßnahmen plant, kann daher schon jetzt aktiv werden. Die Fördersumme wird auf 50 Millionen € aufgestockt, um der Nachfrage künftig besser gerecht zu werden. Diese Summe muss zwar noch endgültig von Bundestag und Bundesrat freigegeben werden, gilt aber bereits als sehr sicher. Anträge werden schon jetzt angenommen und unter Vorbehalt erteilt, bis die finale Entscheidung über die Höhe der Gesamtsumme gefallen ist. Das sollte bis Januar 2017 geschehen. Eine Information darüber finden Interessierte dann auf der Homepage der KfW. Nach einer Zusage auf Fördermittel haben Antragsteller bis zu sechs Monate Zeit, die Maßnahmen fertig zu stellen. Es ist daher bereits jetzt möglich einen Antrag zu stellen.

Fazit

Die Antragstellung erfolgt unkompliziert online. Für einen kleinen Aufwand können sich Haus- und Wohnungsbesitzer künftig sicherer fühlen und gleichzeitig bei ihrem Projekt bares Geld sparen. Schnell sein lohnt sich also!

 

Weitere Information:

Infoflyer der KFW

Polizeiliche Kriminalprävention

www.kfw.de/einbruchschutz